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Dank für die Ernte 

Mahnung zur Bewahrung der Schöpfung

Rumänienhilfe – grenzenlos: „Gott sei Dank“

Angesichts des zunehmenden Hungers in der Welt auch und gerade durch den Krieg in der Ukraine sowie durch die Auswirkungen des Klimawandels, hat in diesem Jahr das Erntedankfest eine besondere Bedeutung. Wir dürfen zum einen danken, dass wir hier in Deutschland trotz extremer Wetterverhältnisse immer noch genügend zum Essen haben.
Gleichzeitig mahnt uns das Fest aber auch daran, dass wir in Übereinklang mit der Schöpfung leben und diese
bewahren, damit wir die Erde den nachfolgenden Generationen so übergeben können, dass man auf ihr noch leben kann. 

Bereits in vorchristlicher Zeit wurden Erntedankfeste gefeiert, in der römisch-katholische Gemeinde kommen sie seit
dem dritten Jahrhundert vor. Nachdem das Erntedankfest lange an verschiedenen Daten gefeiert wurde, bürgerte sich
die Feier am Michaelistag ein. Da die Feierlichkeiten immer am Sonntag stattfinden,hat sich der Sonntag nach dem Michaelistag als Datum durchgesetzt, also der erste Sonntag im Oktober. Bei uns im Kirchspiel findet das Erntedankfest an verschiedenen Sonntagen im September statt.

Das Erntedankfest ist im evangelischen Kirchenjahr am Ende der Trinitatiszeit und unterbricht eine Zeit der Sommermonate mit wenigen Festtagen. Erntedank ist inzwischen ein fester Bestandteil des Kirchenjahrs und trägt die liturgische Farbe Grün als Zeichen des Wachsens und Reifens. Zum Erntedankfest werden die Kirchen mit heimischen Früchten, Gemüse, Getreide, handwerklichen Erzeugnissen und inzwischen auch mit Waren aus dem Supermarkt wie Nudeln, Zucker etc. bunt geschmückt. In manchen Gemeinden werden auch Erntekronen aus Getreide hergestellt,die dann in der Kirche ausgestellt werden.

Zum christlichen Kern des Erntedankfestes gehört neben dem Dank auch das Teilen. Deshalb werden die Lebensmittel vom Erntealtar meist an Bedürftige, Obdachlosenheime oder andere Einrichtungen gespendet. Oft wird auch zu Spendenaktionen für Hilfsprojekte aufgerufen. Doch heute ist dies gar nicht mehr so einfach. Denn diakonische Einrichtungen zum Beispiel dürfen aus gesetzlichen Gründen viele Lebensmittelspenden gar nicht mehr annehmen. Hier sind wir herausgefordert, neue Ideen zu entwickeln. Das Kirchspiel wird sich im nächsten Jahr intensiver mit
dieser Frage auseinandersetzen.

Nach wie vor wird aber ein Teil der Erntegaben der Rumänienhilfe zur Verfügung gestellt, die seit vielen Jahren von unserer ehemaligen Mitarbeiterin Martina Kipping organisiert wird. Sie schreibt dazu: „In den vergangenen zwei Jahren haben unsere Erntedankgaben Menschen in Siebenbürgen geholfen, denen durch die Corona Zeiten jeglicher Verdienst, oder die einzige warme Mahlzeit in Schulen und Kindergärten weggefallen ist. Unsere Partner vor Ort haben Familien-Pakete gepackt und verteilt und damit die Not verringern können. Außerdem werden zur Zeit in einigen sie-benbürgischen Einrichtungen auch ukrainische Flüchtlinge aufgenommen und versorgt.

Nicht zuletzt sind immer wieder Transporte unter der Überschrift „Sattmacher-Saubermacher-Volltanker“ in Flüchtlingsunterkünfte direkt in die Ukraine gebracht worden. Deshalb erbitten wir auch in diesem Jahr zu den ERNTEDANKFESTEN wieder haltbare Grundnahrungsmittel, Konserven, Öl, Hygieneartikel, Waschmittel, Süßigkeiten, Schul-Mal-Bastelmaterial… als ein Zeichen unseres Dankes und der Nächstenliebe in den Kirchen abzugeben. Auch für finanzielle Unterstützung sind wir dankbar.

Annahmezeiten in den einzelnen Gemeinden erfahren Sie in Schaukästen bzw. Handzetteln. 

Im Namen der Empfänger schon jetzt ein herzliches DANKE für alle Hilfe u. Unterstützung DOMUS e.V. Rumänienhilfe
Deutschland.“

Peter Ruf